Gebrannte Mandeln – und die Bude duftet nach Weihnachtsmarkt (Rezept)

by Lou Tobian

In den letzten Jahren habe ich auf dem Weihnachtsmarkt eigentlich fast immer gebrannte Mandeln gegessen. Das ist schon zu so einer Art Ritual geworden. Aber da das mit dem Weihnachtsmarktbesuch dieses Jahr in die Hose gegangen ist und für mich gebrannte Mandeln einfach zu Weihnachten mit dazugehören, musste ich mir was überlegen. Ich wollte nicht auf einen der Corona-Weihnachtsmärkte fahren um dort eine halbe Stunde in der Schlange stehen zu müssen und entschied mich, sie selbst zu machen. Meine Erfahrung möchte ich gerne mit euch teilen.

Das passende Rezept gefunden und einem Besuch im Supermarkt später stand ich vor meinem Induktionsherd. Ich hatte 1 Kilo Mandeln gekauft, so viel, dass ich sie an Weihnachten verschenken konnte und immer noch 500 Gramm übrig sind (nicht mehr lange, hihi). Bei gebrannten Mandeln kommt es auch nur bedingt auf die Qualität der Nüsse an, schließlich wollt ihr sie mit einer crispy Zuckerkruste umhüllen. Und es geht nicht so stark auf den Geldbeutel ;).

Das Rezept

  • 250 g Mandeln
  • 250 g Zucker (oder 18 EL)
  • 100 ml Wasser
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL Zimt

Zunächst einmal stellt ihr euch einen Topf oder eine Pfanne bereit. Ich habe eine Pfanne genommen, da ich auf der größeren Fläche mehr Mandeln gleichzeitig „brennen“ kann. Viel Rühren müsst ihr so oder so, egal was ihr benutzt (Achtung: Tennisarmgefahr)

In die Pfanne gebt ihr dann Wasser, Zucker, Vanillezucker und Zimt. Nach kurzem Umrühren lasst ihr das ganze auf hoher Hitze solange stehen, bis es zu köcheln beginnt. Nun können sich die Mandeln in die Pfanne gesellen. Wichtig ist es, dass ihr ab jetzt mit dem Rühren beginnt, damit nichts anbrennt. In den nächsten Minuten müsst ihr genau aufpassen: Es passiert relativ schnell, dass das Zucker-Wasser von einer dickflüssigen Masse zu trockenen Klumpen mutiert. Geht nun mit der Hitze auf ein mittleres Niveau und stellt euch auf den Rühr-Marathon eures Lebens ein! Die Mandeln unbedingt in Bewegung halten, da diese sonst zu rösch werden. Der Zucker wird nun langsam aber sicher wieder schmelzen und wird sich mit den Nüssen verbinden. Eure Mandeln können aus der Pfanne genommen werden, wenn nicht mehr allzu viel Karamell auf dem Pfannenboden liegt, sondern sich glänzend um die Mandeln gelegt hat (mein erster Versuch hatte noch zu viel loses Karamell, in dem die Mandeln nur so schwammen. Wenn festgetrocknet, kann man sie nicht mehr genießen.).

Schüttet die Mandeln auf ein vorbereitetes Backpapier und macht euch sofort an die Arbeit, die einzelnen Mandeln voneinander feinsäuberlich zu trennen. Je besser ihr sie trennt, desto weniger Mandeln gehen euch später durch Karamellsplitter kaputt. Das Hilfsmittel der Wahl sind zwei Gabeln, mit ihnen lassen sich die Karamellfäden gut aufwickeln. Wenn ihr beim späteren Aufräumen keinen Schreikrampf beim Putzen der Pfanne bekommen wollt, empfehle ich euch die Pfanne (noch heiß) sofort auszuwischen. Am Besten schmecken die Mandeln nach drei, vier Tagen, dann sind sie um einiges an Knack dazugewonnen.

Schreibt mal, ob ihr schon mal gebrannte Mandeln gemacht habt oder vielleicht sogar eine andere Leckerei vom Weihnachnachtsmarkt. Ich hoffe mal ganz stark, dass ich dieses Jahr wieder auf einen normalen Weihnachtsmarkt gehen kann, egal ob mit oder ohne Maske. Um einiges brauch ich mir jedoch keinen Kopf mehr machen: Die Mandeln schmecken selbstgemacht viel leckerer und verpassen meiner kleinen Wohnung (immer noch!) einen süßlich-weihnachtlichen Geruch.

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